Gequälte Pferde, dem Todeskampf überlassen… Das wahre Gesicht
der Pferdefleischproduktion

Jetzt Pferdefleischimporte aus Qualproduktion beenden

Ich sende eine E-Mail an die Schweizer Importeure und Grosshändler

In Argentinien und Uruguay nennt man sie « Tacho »,
wörtlich übersetzt « Abfall »

 111'600 Pferde wurden 2017 geschlachtet, darunter solche, die als nutzlos galten für Rennen, Rodeos und die Produktion von PMSG*.

Die Pferde bleiben mehrere Tage bis Wochen in Sammelstellen, bevor sie geschlachtet werden.

Sich selbst überlassen, leiden etliche an offenen, infizierten Wunden, Brüchen oder extremer Abmagerung.

Einige ringen stundenlang mit dem Tod.

* Auf Blutfarmen wird tausenden von trächtigen Stuten Blut abgezapft für die Gewinnung des Hormons PMSG, das u.a. in Europa zur Brunststimulation und -synchronisation bei sog. Nutztieren eingesetzt wird.
Copyright : TSB | AWF
Copyright : TSB | AWF

In Kanada erfrieren im Winter
neugeborene Fohlen
in den Pferdemastbetrieben im Freien, sog. Feedlots

 33'500 Pferde wurden 2017 geschlachtet.

Aus Gründen des Verbraucherschutzes bleiben US-Pferde, bevor sie für den europäischen Markt geschlachtet werden, sechs Monate in kanadischen Mastbetrieben…

  • in überfüllten Pferchen ohne Rückzugsmöglichkeiten;
  • ohne Schutz vor Schnee und Kälte;
  • ohne tierärztliche Versorgung;
bei Temperaturen bis zu -33°C

Hinter den Schlachthöfen Lamar in Argentinien und Sarel in Uruguay finden wir unzählige Pferdekadaver und -knochen: kranke und verletzte Tiere werden nicht notgetötet, sondern sterben qualvoll auf den Transporten und in den Schlachthofpferchen. Dennoch sind diese beiden Schlachthöfe zugelassen für den Export von Pferdefleisch in die EU und die Schweiz. Copyright : TSB | AWF

Seit 2012 dokumentieren wir, dass verletzten und sterbenden Pferden beim Schlachthof Lamar in Argentinien nicht geholfen wird. Dieser abgemagerte Schimmel ist völlig entkräftet und versucht vergebens aufzustehen, während andere Pferde ihn treten und beissen. Stundenlang kämpft der Schimmel gegen den Tod an, vergebens. Copyright : TSB | AWF

Dieses stark abgemagerte, geschwächte Pferd entdecken wir bei einer argentinischen Sammelstelle, die den Schlachthof Land L beliefert, der ebenfalls zugelassen ist für den Export von Pferdefleisch in die EU und die Schweiz. Bei derselben Sammelstelle sehen wir zahlreiche verletzte und ausgemergelte Pferde, Maultiere und Esel, sowie einen riesigen Haufen toter Tiere. Copyright : TSB | AWF

Ohne Unterstände sind die Pferde in den Mastbetrieben von Bouvry, Kanada, dem Wetter schutzlos ausgeliefert, v.a. Eiseskälte und Schnee, der sich auf ihrem Fell ansammelt. Immer wieder hören wir Pferde husten und niessen. Einige bleiben lethargisch auf dem eiskalten und nassen Boden liegen. Copyright : TSB | AWF

Diese Stute hat in einem Pferch des Schlachthofes Lamar, Argentinien, eine Fehlgeburt erlitten. Sie bekommt jedoch keine tierärztliche Hilfe, ebenso wenig wie die verletzten und kranken Pferde, die wir in den Schlachthofpferchen sehen. Copyright : TSB | AWF

In den Pferdemastbetrieben im Freien, sog. Feedlots, der Firma Bouvry, Kanada, sind tausende von Pferden in heissen Sommern und eiskalten Wintern ohne jeglichen Witterungsschutz. Im Februar ist die Kälte so extrem, dass alles sofort gefriert: der Ausfluss aus den Nüstern der Pferde sowie der Durchfall, der sich im Schweif der kranken Pferde ansammelt. Neugeborene Fohlen haben unter diesen Bedingungen keine Überlebenschancen. Copyright : TSB | AWF

Die Schweiz importiert jährlich mehr als 1'100 Tonnen Pferdefleisch aus Argentinien, Uruguay und Kanada.

Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung (EZV)

Woher kommt das Pferdefleisch aus Übersee, das in Schweizer Metzgereien und Restaurants verkauft wird?

Woher kommt das Pferdefleisch aus Übersee, das in Schweizer Metzgereien und Restaurants verkauft wird?

Warum importiert die Schweiz so viel Pferdefleisch aus Nord- und Südamerika?
Nach unserer ersten Veröffentlichung 2013 über Tierquälereien bei der Pferdefleischproduktion für den Schweizer Markt sind die Importe stark zurückgegangen. Seit 2015 lässt der Verband der Schweizer Pferdefleischimporteure (VPI) die Schlachthöfe in Nord- und Südamerika von der SGS zertifizieren. Seither sind insbesondere die Importe aus Argentinien wieder stark angestiegen. Das Fleisch wird vorwiegend in Metzgereien und Restaurants verkauft. An den tierschutzwidrigen Zuständen vor Ort hat sich jedoch nichts geändert, worüber wir den VPI wiederholt informiert haben. Dennoch hält der Verband an den SGS-Zertifizierungen und am Geschäft mit dem Qualfleisch fest.

Quelle: Eidgenössische Zollverwaltung (EZV)

Ich fordere die Schweizer Importeure, Grossisten, Online-Anbieter, Fleischhändler und Gastronomielieferanten auf, sich freiwillig zu verpflichten, kein Pferdefleisch aus Argentinien, Uruguay und Kanada mehr zu verkaufen.

Sehr geehrte Damen und Herren

Seit Jahren berichten der Tierschutzbund Zürich (TSB) und die Schweizer Medien über die tierquälerischen Produktionsbedingungen von Pferdefleisch in Argentinien, Uruguay und Kanada. Ich bin zutiefst erschüttert, dass sich bis heute der Umgang mit den Pferden in keiner Weise verbessert hat, trotz SGS-Zertifizierung der Schlachthöfe und Sammelstellen, und trotz Teilnahme der Produzenten und Importeure am Projekt «Respectful Life». Noch immer werden verletzte, kranke und schwache Pferde ohne tierärztliche Hilfe sich selbst überlassen, meist ohne Witterungsschutz. Pferde werden mit Stöcken und Elektrotreibern malträtiert und über grosse Distanzen transportiert, in Fahrzeugen, die für Pferde völlig ungeeignet sind. In Kanada erfrieren Fohlen in den ungeschützten Pferchen der Feedlots. In Argentinien und Uruguay werden Pferde geschlachtet, die auf Blutfarmen, bei Pferderennen und Rodeos missbraucht worden sind. Oft fehlen Pferden die vorgeschriebenen Ohrmarken, ihre Herkunft bleibt somit unbekannt.

Solche Praktiken entsprechen in keiner Weise den Schweizer oder europäischen Standards für Tierschutz und Rückverfolgbarkeit. Deshalb bitte ich Sie eindringlich, dass Sie sich freiwillig verpflichten, ab sofort auf den Import bzw. Verkauf von Pferdequalfleisch aus Nord- und Südamerika zu verzichten.

Für Ihr Handeln im Sinne des Tierwohls bedanke ich mich im Voraus.

Freundliche Grüsse

Name: ______________________________________

Information für Pferdefleischanbieter. Die Anbieterliste (Mail-Verteiler) wurde nach bestem Wissen erstellt. Sollten Sie aufgrund aktueller Informationen auf Pferdefleisch aus Nord- und Südamerika verzichten, informieren Sie bitte umgehend den Tierschutzbund Zürich (info@tierschutzbund-zuerich.ch). Die Anbieterliste wird fortlaufend aktualisiert.

  • Skin Packing SA
  • Jemmely Frères SA
  • Delicarna AG
  • Carnoglob AG
  • VBfOOD International AG
  • Boucherie chevaline Terraillon SA
  • SICO Food Trading SA
  • Locindus SA
  • Party-Service Sense AG
  • Zweifel Pferdemetzgerei AG
  • Pferdemetzgerei Bürgi
  • CC Aligro
  • Prodega / Transgourmet Schweiz AG
  • Top CC
  • Danko AG
  • Schlemmer-Shop
  • Lüthi & Portmann Fleischwaren AG
  • Metzgerei Spahni AG
  • Blatter Metzgerei AG
  • Geiser AG
  • Suter Viandes SA
  • Metzger Center Zürich
  • Metzgerei Angst AG
  • Respectful Life